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Altlasten
Panorama

Altlasten - Die Müllkippen der Vergangenheit

Anfang bis Mitte der 70´er gab es nicht nur die Gebietsreform. Auch auf anderen Bereichen hat sich Wichtiges ergeben. Denn bis zu dieser Zeit waren die Gemeinden für die Müllentsorgung zuständig. Ab 1973 ging die Zuständigkeit auf die Landkreise über. Die Zuständigkeit für die alten Müllkippen blieb jedoch bei den Gemeinden. Dies merken wir insbesondere heute, wenn die Altlasten von damals zu sanieren sind.

Diese alten Müllkippen gerieten im Laufe der mehr oder weniger in Vergessenheit. Was hier alles abgelagert wurde, kann nur vermutet werden. Auf diesen Deponien kann relativ harmloser Hausmüll abgelagert sein, oder aber problematischer Gewerbemüll wie Plastik, Chemikalien, Medikamente, Kleber oder Ölreste. Selbst ganze Autos mit Öl und Batterien sollen damals auf problematische Weise entsorgt worden sein. Das Umweltbewußtsein war damals, wenn überhaupt, nur wenig entwickelt. Genaue Aussagen, was nun tatsächlich alles abgelagert wurde und ob nicht nachts heimlich Gewerbemüll von irgendwo abgelagert wurde, sind heute nach mehr als 30 Jahren, kaum mehr möglich.

In den letzten Jahren wurde die Gemeinde wiederholt aufgefordert, das Gefährdungspotential der Altdeponien festzustellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. So hat die Gemeinde die beiden größten Altdeponien, bei Winn und Waldhausen, auf mögliche Schadstoffe hin untersuchen lassen. Diese Untersuchungen haben ergeben, daß diese beiden Altdeponien nur relativ wenig Umweltgifte an die Umgebung und an das Grundwasser abgeben. Aufgrund dessen ist es hier ausreichend, die Oberfläche der Deponien mit lehmigen Böden zu überdecken. Dies soll verhindern, daß eindringendes Regenwasser Giftstoffe in den Untergrund schwemmt. Eine weiter Altdeponie, wurde mittlerweile zu einem Grillplatz umfunktioniert. Bürger des Ortsteils Seubersdorf haben sich in Absprache mit dem Landratsamt Neumarkt zusammengetan, und diese Altdeponie mit lehmigen Material abgedichtet. Danach wurde der Platz in Gemeinschaftsarbeit hergerichtet, gepflastert und an die gemeindliche Wasserversorgung und Kanalisation angeschlossen. Ein kleiner Schuppen vervollständigt den Platz.

Die alte Deponie bei Winn hat jedoch ein weiteres Problem. Hier wurde im Laufe der Zeit viel zu steil aufgeschüttet. Damit kann nicht gewährleistet werden, daß die Deponie auf Dauer standsicher ist. Hier wird die Gemeinde nicht umhin kommen, einen Teil der Deponie abzutragen und nebenan wieder aufzuschütten. Die hier entstehenden Kosten können jedoch nicht über Gebühren umgelegt werden. Hier muß die Gemeinde die Kosten übernehmen und über den allgemeinen Haushalt finanzieren.

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