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Gemeinde
Panorama

Seubersdorf "gestern" : Spuren der Vergangenheit weisen auf eine jahrtausendelange Siedlungskontinuität im Seubersdorfer Raum hin. Der älteste kirchliche Mittelpunkt im Gemeindegebiet, Waldkirchen, im Volksmund
Petersberg genannt, wurde erstmals 1053 als Vualtchiricha (chiriha = Kirche) urkundlich erwähnt. Die Geburtsstunde der meisten Dörfer im heutigen Gemeindebereich fällt jedoch in die Epoche des
Landesausbaues im Früh- bzw. im Hochmittelalter. Eine dominierende Rolle spielte dabei die Adelburg, ein Reichslehen, das erstmals Ende des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde. Auf der Adelburg lebte der Minnesänger Endilhart von Adelburg. Die mächtige Wehranlage der Adelburg, an die heute noch einige Mauerreste erinnern, war vielfaches Handels- und Tauschobjekt.

Seubersdorf selbst ist erstmals 1320 als “Seyferßdorff (Dorf des Sibot” o.ä.) belegt. Die Errichtung einer Station der Thurn- und Taxis-Post an der Postlinie Wien-Frankfurt im heutigen Gemeindeteil Daßwang im Jahre 1765 leitete eine jahrhundertlange Vorrangstellung der Gemeinde im Postwesen ein. Dank des Eisenbahnanschlusses 1873 an die Hauptstrecke Nürnberg-Regensburg, gewann Seubersdorf zunehmend an Bedeutung.
 

Seubersdorf "heute" :Seit der Gebietsreform von 1972 bis 1978 ist die nunmehrige Großgemeinde Seubersdorf wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Mittelpunkt für sieben ehemals selbständige Gemeinden und 20 Ortsteile. Das Gemeindegebiet ist hauptsächlich land- und forstwirtschaftlich strukturiert. In der Gemeinde gibt es rund 150 klein- und mittelständische Gewerbe-, Handwerks-, Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen. Zwei Kindergärten, die Grundschule Wissing-Kemnathen und das moderne Volksschulzentrum in Seubersdorf sorgen für die vorschulische und schulische Bildung der nachwachsenden Generation. Zahlreiche Sportplätze, ein Squash-Zentrum, Eisstockbahn, mehrere Tennisplätze und Kegelbahnen bieten Möglichkeiten für sportliche Freizeitgestaltung. Über 60 Vereine und Verbände sind der Motor für das sportliche und gesellschaftliche Leben in der Gemeinde. In den Gasthäusern läßt sich noch preiswert gutbürgerlich speisen - die vielen Wandermöglichkeiten (Naturpark Altmühltal) laden ein zu erholsamen Ferienaufenthalten. Die gute Verkehrsanbindung über die Bundesstraße 8 und die beiden Bahnhöfe, sowie die nur 10 km entfernte Autobahn tragen dazu bei, daß sich in der Gemeinde auch viele neue Bürger angesiedelt haben und auch weiterhin zu einem Wachstum beitragen.

Bevölkerungsentwicklung:

Jahr

Einwohner

Einwohner je qkm

1840

2077

30

1900

2607

38

1939

2837

42

1950

3491

51

1970

4211

62

1990

4742

70

1995

4833

71

2000

4950

73

2002

5000

74

Flächenangaben (grafisch):

 

Gesamtfläche:

ca.

6827

ha

Gemarkung Seubersdorf

ca.

842

ha

Gemarkung Batzhausen

ca.

1071

ha

Gemarkung Daßwang

ca.

1315

ha

Gemarkung Ittel-Freih.

ca.

1168

ha

Gemarkung Wissing

ca.

913

ha

Gemarkung Eichenhofen

ca.

772

ha

Gemarkung Schnufenh.

ca.

746

ha

Weiteste Ausdehnung:

Ost-West:

ca.

11,03

km

Nord-Süd:

ca.

10,29

km

Sonstiges:

Flurstücke und Flurstücksteilflächen:

ca.

7.300

Meß-, Grenz- und sonstige Punkte:

ca.

93.600

Hauptgebäude:

ca.

1.600

Nebengebäude:

ca.

3.650

 

30 Jahre Gebietsreform- Gemeinde Seubersdorf.

Die Gebietsreform, vor 3 Jahrzehnten, vom damaligen Innenminister Bruno Merk in die Wege geleitet, hat eine gewaltige Umsstrukturierung der Landkreise, der kreisfreien Städte und der Gemeinden in Bayern gebracht. Wohl niemand bestreitet heute, daß diese, seinerzeit von vielen verpönte Maßnahme für zahlreiche Kommunen gewaltige Vorteile gebracht hat. Heute, 30 Jahre nach der Geburtsstunde kann man guten Gewissens behaupten, der Freistaat hat den Weg für seine Kommunen weit in das neue Jahrtausend hinein geöffnet und venünftig die Weichen gestellt.

Ohne Einschränkungen kann man diese Feststellung auch auf das Gebilde der Gemeinde Seubersdorf übertragen. Die Einheitsgemeinde in der heutigen Form ist aus 7 ehemals selbständigen Gemeinden mit 19 Ortsteilen entstanden und umfaßt eine Fläche von rund 68 qkm auf der etwas über 5000 Einwohner mit Erstwohnsitz wohnen und leben. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten sind die Ortsteile mehr und mehr zusammengewachsen. Wenn man den Zeitraum vor Kommunalwahlen außer Betracht läßt, dann hat sich das immer wieder aufgeflackerte Ortsteildenken immer mehr verflüchtigt und man versucht die anstehenden Probleme gemeinsam zu lösen.

Zwei davon sind: Eine vernünftige Abwasserentsorgung in den restlichen Ortsteilen, sowie die Neuordnung der gemeindlichen Wasserversorgung, die aber nur Seubersdorf, Batzhausen, Schnufenhofen und Wissing betrifft, denn im Gemeindebereich gibt es mit der Berchinger,- der Eichlberger,- und der Hörmannsdorfer Gruppe noch drei weitere Wassergruppen die die Bürger mit dem kostbaren Naß versorgen. Ohne diese funktionierende Infrastruktur, zu der auch ein knapp 90 km langes Ortsstraßennetz und gut ausgebaute Radwege gehören, wäre eine Weiterentwicklung nur schwer möglich. Durch den Ort führt mit der B8 die längste Bundesstraße Deutschlands, 2 Bahnhöfe an der Hauptstrecke Regensburg-Nürnberg sowie die Nähe zur Autobahn A3 binden die Gemeinde auch auf kurzem Wege an überregionale Verkehrsachsen. Dazu gehören auch zwei Verkehrsverbünde nach Nürnberg und nach Regensburg die von den Bahnhöfen Seubersdorf und Batzhausen aus angesteuert werden können. Vorliegende Baukonzepte und eine Ergänzung des Flächennutzungsplanes, im Einklang mit der Erstellung eines Landschaftsplanes schaffen die Grundlagen für Wohnbau- und Gewerbeflächen in den Ortsteilen. In der momentanen gar nicht so investitionsfreudigen Situation ist hier momentan aber mehr Behutsamkeit als Klotzen angesagt. Die Stützpunktfeuerwehr Seubersdorf und 8 Feuerwehren sichern den Feuerschutz und die technische Hilfeleistung in der Gemeinde und auch darüber hinaus. Über 80 Vereine der verschiedensten Kategorien bieten die Möglichkeit Sport, Spiel,- Geselligkeit und Kameradschaft zu pflegen. Besonders die vier Sportvereine in der Gemeinde leisten sehr viel für Körperertüchtigung und in fruchtbringender Jugendarbeit.

Ein modernes und funktionelles Rathaus, ein gut ausgestatteter Bauhof gewährleisten eine bürgerfreundliche und bürgernahe Betreuung und Beratung. 2 Kindergärten und 11 Spielplätze stehen zur Verfügung, um auch den Kindern im Vorschulalter entsprechende Möglichkeiten zu bieten. Eine moderne Grund- und Hauptschule in Seubersdorf mit 2 M Klassen und annähernd 500 Kindern, sowie eine Grundschule in Wissing gemeinsam mit Kemnathen sorgen für eine gute schulische Ausbildung. Die anstehende Erweiterung der bestehenden Tumhalle auf eine Zweieinhalbfachhalle sorgt für mehr Schulsport und noch mehr sportliche Tätigkeit der übrigen Bevölkerung während der kälteren Jahreszeit. Mit 2 Allgemein-, 2 Zahnärzten und einer Apotheke ist die medizinische und zahnärzliche Versorgung voll gewährleistet. Alle Güter des täglichen Bedarfs sind in der Gemeinde zu erwerben. Eine herrliche Landschaft bietet einen hohen Freizeit- und Erholungswert. Rad und Wandertouren durch stille Täler werden zu einem bleibenden Erlebnis. Das aktive gesellschaftliche Leben auch im weiteren Bereich der Kultur ist ein sicherer und guter Garant für eine liebenswerte Gemeinde Seubersdorf

 
Gemeinde Seubersdorf im Jan. 2006
Hans Bierschneider 1.Bgm., Eduard Meier 2. Bgm., Josef Weismann 3.Bgm. und 16 Gemeinderäte

 

 

 

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