|
Kapelle wieder ein Schmuckstück
Willmannsdorf. An Christi Himmelfahrt hat die Dorfgemeinschaft Willmannsdorf mit ihren elf Familien den Abschluss der Kapellenrenovierung gefeiert. „Gott braucht kein Gotteshaus, aber die Menschen brauchen einen Ort der Stille und für die Besinnung“ betonte Abt Makarios Hebler bei der feierlichen Segnung und Weihe. „Es ist für den kleinen Ort ein Schmuckstück geworden“, hatte Bürgermeister Hans Bierschneider schon vor dem Einweihung festgestellt.
36 Männer und Frauen hatten bereits in der Kapelle ihren Platz eingenommen, aus Platzgründen hatte Gemeinderat Alfred Geitner für die gleiche Anzahl von Leuten vor der Kapelle Bänke aufstellen lassen, weiter Gäste nahmen Stehplätze ein. Feierlich wie zu einem großen Festgottesdienst zogen der Abt mit seinen seinen fünf Ministranten und dem Bürgermeister mit Gemeinderat Geitner im Anschluss wenige Meter zum neuen Gotteshaus. Gott sei gegenwärtig, so der Geistliche in der kurzen Predigt, er möge den Willmannsdorfern wie seinen Gästen die Gabe Gottes schenken und die Nähe spüren lassen. Respekt und Anerkennung zollte das Gemeindeoberhaupt nach der Messe den Willmannsdorfern für dieses Gemeinschaftswerk. Die Vorfahren in den wirklich schlechten Zeiten hätten es damals geschafft, religiöse Gebäude zu errichten, „dann werden wir doch wohl heute in einer verhältnismäßig guten Zeit, diese Gebäude erhalten und bewahren können“, zitierte er Altbürgermeister Adalbert Götz der dies vor über 30 Jahren den damaligen Gemeinderäten schon ans Herz gelegt hatte. Dass es dazu nicht nur eines Organisatoren bedarf, sondern dass neben Initiative aus dem Dorf auch Geldmittel nötig sind, das sei auch in Willmannsdorf ein wichtiger Schritt für die Umsetzung gewesen. Allen voran dankte der Bürgermeister seinem Gemeinderat Alfred Geitner und den tatkräftigen Helfern.
Geitner als Initiator ging in seinem Grußwort auf die Geschichte der Kapelle ein, die 1866 von sechs Familien an der Ortsstraße errichtet wurde. Die letzte Renovierung habe 1976 stattgefunden und im Mai vor zwei Jahren sei der Wunsch im Dorf entstanden, die Kapelle wieder zu renovieren. Das Dach musste neu gedeckt werden, der Außenputz wurde neu aufgebracht und neue Fenster wurden eingebaut. „Das waren Arbeiten im 1. Jahr“ zählte Geitner auf. Im vergangenen Jahr habe man den Kapellenraum renoviert, dazu gehörte das Wände streichen genauso dazu wie Holzwurmbekämpfung und elektrische Arbeiten. 600 Stunden haben man einschließlich der Anlage der Außenanlage an Arbeit in Eigenleistung investiert, so Geitner. Abschließend dankte er in Bezug auf die Messe Elisabeth Vieracker für die Spende einer gebrauchten Orgel. Magdalena Gmehling aus Willmannsdorf hatte die Messe darauf bereits musikalisch begleitet. Info: Gesamtkosten 28 600 Euro Gemeindeanteil 10 000 Euro Spende vom Dorf 5 500 Euro Sonst. Spenden 3 400 Euro Zuschuss Diözese 2 500 Euro 1866 von sechs Familien errichtet, zuletzt renoviert 1976
|